Mein Motto für 2026: "Ich male, also bin ich!"
- bdelconte

- vor 24 Stunden
- 5 Min. Lesezeit
Wie eine Erkenntnis aus 2025 mein neues Motto wurde.

Es gibt Tage, da weiß ich genau, wer ich bin. Nicht, weil ich es erklären könnte – sondern weil ich male.
Malen ist für mich weit mehr als nur ein Hobby oder eine Technik: Es ist Ausdruck meines Selbst - meines Seins, meines Interesses - und meiner Berufung.
Es gibt aber auch Tage, da fehlt dieses Gefühl. Da liegt das Material bereit, doch in mir ist es still. Ich sitze vor dem leeren Blatt und spüre nur Blockade. Aus einem solchen Moment heraus ist mein Motto für 2026 entstanden:
"Ich male, also bin ich!"
Es erinnert mich daran, dass es beim Malen nicht um Perfektion geht – sondern um das eigene Sein, echtes Erleben und die Präsenz im Hier und Jetzt.
Inhalt:
1. Wie das Motto zu mir kam
Während der Jahresrückblick-Challenge 2025 mit Judith Peters fragte ich mich bis zum Schluss: Warum sollte ich mir ein Motto für 2026 zulegen? Ich hatte noch nie eines....! Rückblickend weiß ich heute:
Weil mir im letzten Jahr etwas Wesentliches gefehlt hat!
2025 war geprägt von einer Malblockade. Das Material war da, die Erfahrung auch – doch die Verbindung fehlte. Ich konnte nichts erzwingen. Und ich musste mir eingestehen:
Meine Kreativität ist nur dann lebendig, wenn ich es auch bin.
Diese Erkenntnis hat viel mit mir gemacht.
Anfang Jahr stiess ich auf ein Tutorial der australischen Aquarellistin Louise de Masi - Es zeigt einen Pinsel in einem Glas Wasser, in dem die Farbe frei herumwirbelt.

Während des Malens spürte ich etwas, das ich sehr lange vermisst hatte: Ich war plötzlich wieder ganz da - in meiner Malerei und bei mir selbst. In dem Moment wurde mir klar, warum ich ein Motto brauche – und welches es ist:
"Ich male, also bin ich!"
Es erinnert mich daran, dass Malen kein reines Tun ist, sondern ein Dasein im Moment, ohne Druck und Perfektion. Das Bild des Pinsels im Wasserglas mit frei fliessender Farbe ist ein Symbol für das, was ich beim Malen suche – Freiheit, Präsenz, Lebendigkeit.
Die wichtigste Erkenntnis aus letztem Jahr
Der Druck, malen zu "müssen" hat mich 2025 richtiggehend gelähmt. Vorallem während des Sommers, als andere Dinge wesentlicher waren. Die wichtigste Erkenntnis daraus:
Kreativität lässt sich nicht erzwingen - sie kehrt zurück, wenn der Raum dafür da ist.
Ich hatte eine Malblockade erlebt, die leise kam und lange blieb. Irgendwann habe ich verstanden: Es geht nicht darum, auf Knopfdruck etwas produzieren oder leisten zu wollen, sondern darum, ehrlich zu mir selbst zu sein.
Präsenz und inneres Dasein sind die Voraussetzung dafür, dass meine Kreativität wieder fließen kann.
Vom Schein ins Sein
Die Blockade hatte mich dann auch mit unbequemen Fragen konfrontiert:
Male ich, weil ich es wirklich will – oder weil ich denke, ich müsste?
Bin ich aus mir heraus kreativ, oder fühle ich mich unter Druck gesetzt?
Zeige ich mich mit meiner Kunst wahrhaftig – oder erfülle ich Erwartungen?
In dieser Zeit habe ich gemerkt, wie schnell ich vom inneren Erleben ins äußere Funktionieren rutsche. Wie schnell ich male weil ich es sollte, statt aus einem inneren Bedürfnis heraus.
Der Weg zurück ins Malen führt nicht über noch mehr Tun, sondern über weniger Ansprüche. Ich hatte den Mut, die Leere zuzulassen und eine längere Pause zu machen - und das hat sich richtig gut angefühlt!
Heute weiß ich: Echtheit und Präsenz sind wichtiger als Perfektion.
2. Wie ich dieses Motto mit Leben füllen werde
Ich male, also bin ich! ist kein Satz, den man sich an die Wand hängt und abhakt. Es ist eine Haltung, die ich immer wieder neu einnehme.
Ich erlaube mir, dem Prozess mehr zu vertrauen als dem Ergebnis.
Und das ist für mich eine echte Herausforderung! Ich möchte viel mehr einfach mal machen, anstatt mich ständig zu hinterfragen. So wie die Farbe im Wasser nicht fragt, ob sie richtig fließt – sie tut es einfach.
Die Essenz dessen, was ich male
"Ich male, also bin ich!" beschreibt nicht nur mein Motto, sondern auch die Essenz meiner Kunst.
Aquarell ist für mich ein Spiegel des Lebens: Wasser steht für Bewegung, Farbe für Gefühl. Beide begegnen sich – und etwas Drittes, Zauberhaftes entsteht - aus dem Moment der Gegenwart heraus.
Die Essenz meiner Bilder liegt deshalb nicht in der Perfektion, sondern in der Präsenz.

In dem Augenblick, in dem ich Ansprüche loslasse und mich meinem Motiv offen zuwende, bin ich ganz da.
Husky AKIRO ist ein schönes Sinnbild dafür: Aufmerksam beobachtend, zugleich wach und abwartend, ruht er ganz in sich selbst.
In dieser Präsenz öffnet sich ein Raum für das, was entstehen will.
Ich male, um da zu sein und zu spüren.
Was das Motto mit meinen Zielen zu tun hat
Ich male, also bin ich! richtet meinen Blick neu aus. Nicht auf besser, weiter, mehr – sondern auf wahrhaftiger. Meine Ziele für 2026 haben deshalb mehr mit Ehrlichkeit zu tun, als mit Ergebnissen. Ich möchte
"Kunst schaffen, die aus meinem Innersten kommt"
"Bei mir bleiben, ohne mich ständig zu vergleichen"
"Sichtbar sein, ohne mich zu verbiegen"
Wenn das gelingt, bin ich überzeugt, findet alles andere seinen Platz wie von selbst.
Nicht nur darüber reden, sondern auch machen
Ein Motto ist nur dann kraftvoll, wenn es gelebt wird. Deshalb bedeutet Ich male, also bin ich kreativ zu sein, selbst dann, wenn Zweifel da sind. Gerade dann!
Um dieses Motto wirklich zu leben, nehme ich mir Folgendes vor:
Mich als Künstlerin fühlen, auch wenn mir gerade nicht danach ist.
Loslegen, auch wenn nicht alles klar ist.
Mit kleinen Schritten beginnen
Abwarten können, wie ein Bild sich entwickelt.
Unfertiges für den Moment annehmen.
Geduldig bleiben.

3. Warum ich doch noch ein Motto wollte
Lange dachte ich, ein Motto sei etwas Äusserliches. Ein Begriff, den man sich gibt – und dann wieder vergisst. Doch ein Motto ist wie ein innerer Kompass. Er erinnert mich daran, warum ich male - und er holt mich zurück, wenn ich mich in Ansprüchen, Erwartungen oder Perfektionismus verliere.
Ich male, also bin ich ist eine Einladung, im Moment zu bleiben. Dieses Motto ist ein Anker für mich und meine Kunst. Es hilft mir, Ansprüche loszulassen und geduldig zu sehen, was sich zeigen will. Weg vom starren Wollen, hin zum fühlenden Fließen.
Warum gerade dieses Motto Ich male also bin ich ?
Es redet nicht um den heissen Brei herum.
Es trifft den Kern meiner Berufung.
Es schafft Raum, mir selbst näher zu kommen.
Es verspricht nichts, was ich nicht halten kann - für mich das Wichtigste 2026
Ich male und finde mich darin selbst.
Genau das möchte ich 2026 immer wieder erleben!
4. Wie Du mich begleiten kannst
Wenn Du Lust hast, meinen Weg mitzuverfolgen, Einblicke in meine Bilder und Gedanken zu Kunst, Aquarell und Kreativität zu bekommen, dann freue ich mich, wenn wir in Verbindung bleiben!
Wenn Du magst, findest Du mich hier:
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Ich freue mich sehr über jede Begegnung!
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Hallo!
Ich bin Beatrice Del Conte und
male persönliche Kraftort-Bilder und einzigartige Tierportraits in Aquarell.
Es ist mir ein grosses Anliegen, die Seelenverbindung zu dem, was Dir wichtig ist, in einem eigens für Dich gemalten Bild zum Ausdruck zu bringen.
In meinem Blog schreibe ich über die Kunst des Aquarellmalens und meine Berufung als Künstlerin.



Gratuliere liebe Bea! Sehr ehrlich geschrieben, sich selbst reflektieren und vorankommen. Wichtig scheint mir, nicht stehen zu bleiben. Keine Resignation, sondern Reflexion! Ich persönlich brauche weniger ein Motto als vielmehr den reflektierten Zugang zu mir selber, und zwar den ehrlichen, autentischen, keinen aufgesetzten.
Weiter so! Bin gespannt, wie du dein Motto umsetzt und ich bin überzeugt, dass es dir hilft:-)